Schotterweg sanieren: Schritt für Schritt
Ein stark beanspruchter Schotterweg muss nicht neu gebaut werden. Mit dem Traktor, dem vorhandenen Material und etwas Geduld wird er wieder dauerhaft befahrbar.
Einen Schotterweg saniert man, indem man die Schadstellen aufreißt, das Material aufnimmt und gleichmäßig wieder einbaut und den Verkehr zum Nachverdichten nutzt. Setzungen werden bei weiteren kurzen Pflegefahrten ausgeglichen, bis die Oberfläche eben ist und Wasser abläuft.
So sanieren Sie einen Schotterweg
Kaum ist ein Abschnitt ausgebessert, steht die nächste Reparatur an: So geht es vielen Bauhöfen und Betrieben mit stark befahrenen Schotterwegen. Laufend fließen Zeit, Material und Geld in denselben Weg. Der Ausweg ist kein neuer Weg, sondern ein anderes Vorgehen.
- Schadstellen vorbereiten
Ein Schlagloch nur mit losem Material aufzufüllen, reicht selten. Am Grund liegen oft Schlamm und feine Ablagerungen. Die Zinken des Aufreißers V12 brechen sie auf und rauen den Untergrund auf, damit sich das neue Material verbindet.
- Material aufnehmen und einbauen
Der VGrader nimmt das aufbereitete, durchmischte Material auf und bringt es in die Vertiefungen. Das V-Schild hält das Material zusammen, statt es seitlich wegzuschieben.
- Den Verkehr mitarbeiten lassen
Zum Beispiel morgens um 8 Uhr pflegen: Die nachfolgenden Fahrzeuge drücken das lockere Material zusammen. Aus einem etwa zehn Zentimeter tiefen Loch kann so eine Mulde von drei bis vier Zentimetern werden. Die Zahlen veranschaulichen das Prinzip, die tatsächliche Setzung hängt von Material, Feuchtigkeit und Verkehr ab.
- Mittags nacharbeiten
Bei einer zweiten Fahrt, etwa um 12 Uhr, gleichen Sie die verbliebenen Mulden aus. Danach verdichtet wieder der Verkehr. Je nach Tiefe wiederholen Sie das über mehrere Tage, bis die Schlaglöcher nicht mehr zu erkennen sind.
- Wasser vom Weg bringen
Auch kleine Mulden sammeln Wasser und weichen den Weg wieder auf. Arbeiten Sie deshalb nach, bis die Oberfläche eben und standfest ist und das Wasser über ein leichtes Dachprofil abläuft.
Vorbereiten, auffüllen, nachverdichten und kontrolliert nachpflegen – für dauerhaft nutzbare Schotterwege.

Worum es im Video geht (Textfassung)
Das Video zeigt den Aufreißer V12 an der Fronthydraulik. Seine zwölf federnd gelagerten Zinken lockern die Wegoberfläche und zerkleinern den Bewuchs in der Wegmitte, bevor der VGrader das Material aufnimmt und neu verteilt.
Mit der Regelhydraulik geht es besser
Der VGrader arbeitet auch ohne Regelunterstützung. Mit einer passend eingestellten Regelhydraulik (EHR) trägt das Hubwerk den Grader aber leicht mit. Dadurch lassen sich zusammengefahrene Fahrspuren gezielt aufbauen, das Material wird gleichmäßiger verteilt, und die Kufen verschleißen weniger. Je nach Weg lässt sich so eine dünne Schicht von ein bis zwei Zentimetern auftragen.
Wie die Einstellung genau aussieht, hängt vom Traktor ab. Ausführlich erklären wir es unter Fragen und Tipps.
Fragen zur Schotterweg-Sanierung
Wie lange dauert es, einen Schotterweg zu sanieren?
Die einzelne Pflegefahrt geht schnell, weil der VGrader bei 15–20 km/h arbeitet. Tiefe Schlaglöcher brauchen aber mehrere Durchgänge mit Verdichtung durch den Verkehr dazwischen, oft verteilt über einige Tage.
Kann ich auch bei Trockenheit sanieren?
Ja. Mit dem Aufreißer V12 lassen sich auch trockene, harte Wege bearbeiten. Ohne Aufreißer ist ein leicht feuchter Weg ideal.
Brauche ich neues Material?
Meist deutlich weniger als gedacht, weil der VGrader das vorhandene Material zurückholt. Wo wirklich Material fehlt, wird es eingebracht und mit dem Rest gleichmäßig verteilt.
Was ist besser: sanieren oder neu bauen?
Solange der Unterbau trägt, ist die Sanierung mit vorhandenem Material in der Regel die günstigere Lösung. Ob das bei Ihrem Weg so ist, schauen wir uns gern vor Ort an.
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Stand: Oktober 2026 · Wilhelm GmbH, Landsberg am Lech
